Wer durch die Hasselt Altstadt spaziert, merkt schnell: Hier verschmelzen Geschichte und Moderne auf eine Art, die anderswo selten gelingt. Die kopfsteingepflasterten Gassen führen vorbei an mittelalterlichen Fassaden, während in den Erdgeschossen hippe Cafés und Boutiquen locken.
Ich war skeptisch, als mir Freunde Hasselt als Geheimtipp empfahlen. Eine kleine belgische Stadt, die es mit Brügge oder Gent aufnehmen soll? Nach einem Wochenende dort kann ich sagen: Sie hatten recht. Die Hasselt Altstadt hat etwas, das größere Touristenmagnete oft vermissen lassen. Authentizität.
Die meisten Besucher planen zu wenig Zeit ein. Sie hetzen vom Grote Markt zur Kathedrale, knipsen ein paar Fotos und fahren weiter. Dabei liegt der wahre Reiz in den Details: dem Gespräch mit dem Barkeeper über verschiedene Jenever-Sorten, dem spontanen Konzert auf dem Kirchplatz, der Entdeckung einer versteckten Gasse mit winzigen Antiquitätenläden. Wer nur oberflächlich durch das historische Zentrum von Hasselt wandelt, verpasst das Wesentliche.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Hasselt Altstadt lässt sich bequem zu Fuß in 2-3 Stunden erkunden
- Beste Anreise mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln
- Jenever ist das kulinarische Aushängeschild der Stadt
- Parken in der Innenstadt kostenlos an Sonntagen
- Kompakte Größe macht Tagesausflüge und Wochenendtrips gleichermaßen möglich
Die Hasselt Altstadt bietet eine perfekte Mischung aus historischen Sehenswürdigkeiten, lebendiger Gastronomie und entspannter Atmosphäre. Das historische Zentrum von Hasselt ist kompakt genug für einen Tagesausflug, aber vielseitig genug für ein verlängertes Wochenende. Was sofort auffällt: Die Einheimischen nutzen ihre Altstadt noch. Kein Freilichtmuseum, sondern gelebte Urbanität.
Entdecke die Hasselt Altstadt: Highlights und Geschichte
Das Herz der Hasselt Altstadt schlägt am Grote Markt. Hier treffen sich Einheimische zum Kaffee, während Touristen die prächtigen Bürgerhäuser bestaunen. Der Platz wirkt nie überlaufen, selbst an Wochenenden findet man noch ein ruhiges Plätzchen. Morgens um acht herrscht geschäftiges Treiben, wenn die Marktverkäufer ihre Stände aufbauen. Mittags dominieren die Restaurantterrassen, abends verwandelt sich der Platz in eine große Freiluftbar. Die Atmosphäre wechselt mit den Tageszeiten, bleibt aber immer entspannt.
Die Atmosphäre ist entspannt.
Kinder spielen zwischen den Terrassen, ältere Herren diskutieren beim Bier über Fußball. Genau so stelle ich mir eine lebendige Innenstadt vor. Andere belgische Städte wirken dagegen oft wie Kulissen für Touristen.
Sehenswürdigkeiten in der Hasselt Altstadt
Die wichtigsten Highlights liegen alle im Umkreis von wenigen hundert Metern. Das macht die Erkundung entspannt, kann aber auch zur Falle werden. Viele Besucher rasen von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, ohne die Zwischenräume zu beachten. Dabei verstecken sich in den Seitengassen oft die interessantesten Entdeckungen: winzige Ateliers, Antiquitätenläden, Cafés ohne Touristenpreise.
- Sint-Quintinuskathedraal: Die gotische Kathedrale dominiert das Stadtbild seit dem 11. Jahrhundert
- Stadhuis: Gotisches Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, heute Standesamt
- Het Stadsmus: Modernes Stadtmuseum mit interaktiven Ausstellungen zur Stadtgeschichte
- Herkenrode-Abtei: Weitgehend erhaltene Anlage mit Gebäuden und Park am Stadtrand
Das Modemuseum verdient besondere Erwähnung. Hasselt gilt als Mode-Hauptstadt Belgiens, und das Museum zeigt, warum. Die Sammlung reicht von historischen Gewändern bis zu aktuellen Designerstücken belgischer Labels. Was mich überrascht hat: Viele der ausgestellten Designer kommen aus der Region. Mode ist hier nicht nur Geschichte, sondern gelebte Gegenwart.

Die Geschichte der Hasselt Altstadt im Überblick
Hasselt entstand im 11. Jahrhundert als Siedlung an der Kreuzung wichtiger Handelswege. Der Name leitet sich vom germanischen „Hasaluth“ ab, was „Haselwald“ bedeutet. Schon damals war die Lage strategisch klug gewählt: Wer von Köln nach Brügge reiste oder von Antwerpen nach Lüttich, kam an Hasselt vorbei. Diese Verkehrslage prägt die Stadt bis heute.
Im Mittelalter erlebte das historische Zentrum von Hasselt seine erste Blütezeit. Die Tuchhändler brachten Wohlstand, der sich in den prächtigen Zunfthäusern rund um den Grote Markt widerspiegelt. Wer genau hinschaut, erkennt noch heute die verschiedenen Bauepochen an den Fassaden. Gotische Spitzbögen neben Renaissance-Ornamenten, barocke Verzierungen neben klassizistischen Säulen. Die Hasselt Altstadt ist ein Geschichtsbuch aus Stein.
Die Jenever-Produktion begann im 17. Jahrhundert und machte Hasselt zur inoffiziellen Hauptstadt des belgischen Nationalgetränks. Was als Nebenerwerb der Bauern begann, entwickelte sich zum Hauptwirtschaftszweig. Über 30 Destillerien prägten jahrhundertelang das Stadtbild. Heute sind es nur noch wenige, aber die Tradition lebt fort.
Die Industrialisierung im 19. Jahrhundert veränderte das Stadtbild grundlegend. Fabriken entstanden am Stadtrand, neue Wohnviertel für die Arbeiter. Glücklicherweise blieb der mittelalterliche Kern weitgehend erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg investierte die Stadt gezielt in die Restaurierung der Altstadt. Eine weitsichtige Entscheidung, wie sich heute zeigt.
Heute profitiert die Hasselt Altstadt von ihrer Lage in der Provinz Limburg. Als Verwaltungszentrum zieht sie Besucher aus ganz Belgien an, ohne dabei ihren kleinstädtischen Charme zu verlieren. Die Balance zwischen Authentizität und touristischer Infrastruktur gelingt hier besser als in vielen anderen historischen Städten.
Praktische Tipps zur Hasselt Altstadt: Anreise, Parken und Orientierung
Die Anreise nach Hasselt ist unkompliziert, die Orientierung vor Ort ebenso. Das historische Zentrum von Hasselt ist so kompakt, dass man sich kaum verlaufen kann. Trotzdem gibt es einige Tricks, die den Aufenthalt entspannter machen.
Wie komme ich zur Hasselt Altstadt? Öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad
Der Bahnhof Hasselt liegt nur 800 Meter vom historischen Zentrum entfernt. Züge fahren stündlich von Brüssel (1 Stunde 15 Minuten) und Antwerpen (1 Stunde 30 Minuten). Vom Bahnhof führt ein ausgeschilderter Fußweg direkt zur Hasselt Altstadt. Der Weg ist auch für Ortsfremde problemlos zu finden: Einfach der Beschilderung „Centrum“ folgen.
Besonders empfehlenswert ist die Anreise mit dem Fahrrad. Hasselt liegt am Knotenpunktnetzwerk der Provinz Limburg. Die Route 90-91-92 führt direkt ins Altstadtviertel Hasselt. Fahrradparkplätze gibt es am Grote Markt und an der Kathedrale. Das Netz ist gut ausgeschildert und führt durch landschaftlich reizvolle Gebiete. Wer Zeit hat, sollte einen Umweg über die Herkenrode-Abtei einplanen.
Der öffentliche Nahverkehr in Hasselt war lange Zeit kostenlos, ist seit 2023 aber wieder kostenpflichtig. Ein Tagesticket kostet 3 Euro und gilt für alle Stadtbusse. Die Linien 1 und 3 verbinden den Bahnhof mit der Innenstadt. Für Touristen ist das System einfach: Fast alle Busse fahren über den Grote Markt.
Parkmöglichkeiten und Barrierefreiheit in der Hasselt Altstadt
Parken in der Hasselt Altstadt erfordert etwas Planung, ist aber machbar:
- Parking Grote Markt: Tiefgarage direkt unter dem Hauptplatz, 2,50 Euro pro Stunde
- Parking Groenplein: Oberirdischer Parkplatz, 5 Minuten Fußweg zur Altstadt, 1,80 Euro pro Stunde
- Straßenparkplätze: Begrenzt verfügbar, sonntags kostenlos
- Behindertenparkplätze: An allen größeren Sehenswürdigkeiten vorhanden
Mein Tipp: Wer früh kommt, findet oft noch kostenlose Plätze in den Seitenstraßen. Nach 10 Uhr wird es schwieriger. Die Tiefgarage am Grote Markt ist zwar teuer, aber praktisch. Von hier sind alle Sehenswürdigkeiten der Hasselt Altstadt zu Fuß erreichbar.
Die Hasselt Altstadt ist größtenteils barrierefrei zugänglich. Rampen an den Haupteingängen, behindertengerechte Toiletten in allen öffentlichen Gebäuden. Einzig das Kopfsteinpflaster kann für Rollstuhlfahrer herausfordernd sein. Die Stadt arbeitet daran, schrittweise glattere Wege zu schaffen, ohne den historischen Charakter zu zerstören.
Kulinarische Tipps in der Hasselt Altstadt: Restaurants, Cafés und Jenever
Die Gastronomieszene hat mich positiv überrascht. Zwischen traditionellen Brauhäusern und modernen Bistros ist für jeden Geschmack etwas dabei. Was besonders auffällt: Die Qualität ist durchweg hoch, die Preise aber moderat geblieben. Hasselt hat sich nicht dem Tourismuspreise-Wahnsinn anderer belgischer Städte angeschlossen.
Beste Cafés und Restaurants in der Hasselt Altstadt
Die Auswahl ist größer, als man bei einer Stadt dieser Größe erwarten würde. Das liegt daran, dass die Hasselt Altstadt nicht nur Touristen anzieht, sondern auch Einheimische aus der ganzen Region. Die Restaurants müssen sich bewähren, können nicht nur auf Laufkundschaft setzen. Das merkt man an der Qualität.
- De Kwizien: Gehobene belgische Küche in historischem Ambiente, Hauptgerichte 28-35 Euro
- Café De Kust: Traditionelles Brauhaus mit hausgemachten Fleischbällchen, Hauptgerichte 15-22 Euro
- L’Esprit: Modernes Bistro mit wechselnder Tageskarte, Mittagsmenü 18 Euro
- De Gouverneur: Gemütliches Café mit über 50 belgischen Biersorten
- Tearoom Dille & Kamille: Perfekt für Kaffee und hausgemachte Torten
Mein Geheimtipp ist das Café Central am Grote Markt. Hier trinken die Einheimischen ihren Morgenkaffee, und die Preise sind fair geblieben. Ein Espresso kostet 1,80 Euro, dazu gibt es immer ein kleines Gebäck. Die Atmosphäre ist authentisch belgisch: entspannt, aber nicht langweilig. Der perfekte Ort, um das Treiben auf dem Platz zu beobachten.

Jenever: Das flüssige Kulturerbe von Hasselt
Jenever ist mehr als nur ein Schnaps. In Hasselt ist er Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Identitätsstifter zugleich. Die Stadt beherbergt das Jenever-Museum und mehrere traditionelle Destillerien. Eine Verkostung gehört zum Pflichtprogramm, auch für Abstinenzler. Denn Jenever zu verstehen heißt, Hasselt zu verstehen.
Die beste Einführung bietet das Jenever-Museum in der Witte Nonnenstraat. Hier lernt man die Unterschiede zwischen „Oude“ und „Jonge“ Jenever kennen, erfährt etwas über Destillationstechniken und Geschmacksnuancen. Der Eintritt kostet 8 Euro und beinhaltet eine Verkostung von drei Sorten. Das klingt nach wenig, reicht aber völlig aus. Jenever ist kein Getränk für große Mengen.
In den Bars der Hasselt Altstadt wird Jenever traditionell pur getrunken, gefolgt von einem Schluck Bier. Diese Kombination nennt sich „Kopstoot“ und ist die klassische Art, den Schnaps zu genießen. Anfänger sollten mit einem milden „Jonge Jenever“ beginnen. Der schmeckt weniger intensiv als die „Oude“ Variante und ist bekömmlicher.
Was viele nicht wissen: Jenever ist nicht gleich Jenever. Die Bandbreite reicht von industriell gefertigten Standardsorten bis zu handwerklich produzierten Premium-Varianten. In der Hasselt Altstadt findet man beide Extreme und alles dazwischen.
Veranstaltungen und Insider-Tipps für die Hasselt Altstadt
Das Veranstaltungsjahr zeigt, wie lebendig die Altstadt noch ist. Hier wird nicht nur für Touristen inszeniert, sondern echtes Stadtleben zelebriert. Die Mischung aus traditionellen Festen und modernen Events funktioniert erstaunlich gut.
Altstadtfeste und Veranstaltungskalender
Das Veranstaltungsjahr in der Hasselt Altstadt ist abwechslungsreich und authentisch:
- Jenever Feesten (September): Dreitägiges Festival rund um den Nationalschnaps
- Hasselt Kermis (August): Traditioneller Jahrmarkt auf dem Grote Markt
- Wintermarkt (Dezember): Gemütlicher Weihnachtsmarkt zwischen Kathedrale und Rathaus
- Modebiennale (alle zwei Jahre): Internationale Modenschauen in der ganzen Altstadt
Die Atmosphäre während der Festivals ist besonders. Die Hasselt Altstadt verwandelt sich in eine große Freiluftbühne, ohne dabei kommerziell zu wirken. Das liegt daran, dass die meisten Veranstaltungen von lokalen Vereinen organisiert werden, nicht von Event-Agenturen. Man spürt den Unterschied.
Das Jenever-Festival ist mein Favorit. Drei Tage lang dreht sich alles um den lokalen Schnaps. Destillerien präsentieren ihre Produkte, Restaurants kreieren spezielle Jenever-Menüs, auf verschiedenen Bühnen gibt es Live-Musik. Klingt touristisch, ist aber überraschend authentisch. Die Einheimischen feiern mit, statt nur zu servieren.
Bar- und Nightlife-Tipps abseits der Touristenpfade
Das Nachtleben konzentriert sich auf die Zuiderstraat und die Gassen rund um den Grote Markt. Hier reiht sich eine Kneipe an die andere, ohne dass es überladen wirkt. Die Szene ist vielfältig: Studentenkneipen neben Cocktailbars, Brauhäuser neben Musikcafés. Jeder findet seinen Platz.
De Posthoorn ist eine Institution. Die Kneipe existiert seit 1923 und hat sich kaum verändert. Studenten, Arbeiter und Touristen trinken hier friedlich nebeneinander. Ein Bier kostet 2,50 Euro, die Atmosphäre ist entspannt und unprätentiös. Genau so stelle ich mir eine echte Stadtkneipe vor.
Moderner geht es im Café Corso zu. Die Bar in einem umgebauten Kino serviert Cocktails und internationale Biere. Die Einrichtung ist stylisch, aber nicht übertrieben. Perfekt für einen entspannten Abend in der Hasselt Altstadt, wenn man nicht nur lokale Spezialitäten trinken möchte.
Wer es noch authentischer mag, sollte das Café Oud Hasselt in der Demerstraat besuchen. Hier trinken die Einheimischen nach Feierabend ihr Bier. Touristen verirren sich selten hierher, obwohl die Kneipe nur zwei Straßen vom Grote Markt entfernt liegt.
Erlebe die Altstadt von Hasselt: Führungen, Fotospots und familienfreundliche Touren
Hasselt lässt sich problemlos auf eigene Faust erkunden. Trotzdem können geführte Touren sinnvoll sein, vor allem wenn man tiefer in die Geschichte eintauchen möchte. Die lokalen Guides kennen Geschichten, die in keinem Reiseführer stehen.
Geführte Touren durch die Altstadt buchen
Die Touristeninformation am Grote Markt organisiert verschiedene Stadtführungen. Die klassische Altstadtführung dauert 90 Minuten und kostet 12 Euro pro Person. Das ist fair für die gebotene Leistung. Die Guides sind Einheimische, die ihre Stadt wirklich kennen und lieben. Gruppen ab 8 Personen können individuelle Termine vereinbaren.
Besonders interessant ist die Jenever-Tour jeden Samstag um 14 Uhr. Sie kombiniert Stadtgeschichte mit Verkostungen in drei verschiedenen Lokalen. Der Preis von 25 Euro ist gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass die Verkostungen im Preis enthalten sind. Außerdem erfährt man Details über die Jenever-Produktion, die man als Laie nie entdecken würde.
Für Familien gibt es eine Schnitzeljagd durch die Altstadt. Kinder lösen Rätsel und entdecken dabei spielerisch die Geschichte von Hasselt. Das Heft gibt es kostenlos in der Touristeninformation. Eine clevere Idee, um auch jüngere Besucher für die Stadtgeschichte zu begeistern.
Die schönsten Fotospots und familienfreundliche Routen
Instagram-tauglich ist die Hasselt Altstadt allemal. Die besten Fotomotive finden sich an diesen Orten:
- Grote Markt bei Sonnenuntergang: Das warme Licht lässt die Fassaden golden schimmern
- Demerstraat: Enge Gasse mit typisch flämischen Giebelhäusern
- Kathedralenplatz: Imposanter Blick auf den gotischen Turm
- Virga Jesse Basiliek: Weniger bekannt, aber architektonisch reizvoll
Für Familien mit Kindern eignet sich der Groenplein als Ausgangspunkt. Der kleine Park bietet Spielmöglichkeiten, und von hier sind alle Sehenswürdigkeiten der Hasselt Altstadt zu Fuß erreichbar. Die Wege sind kinderwagentauglich, und es gibt genug Bänke für Pausen.
Ein Geheimtipp für Fotografen ist die Kapelstraat am frühen Morgen. Wenn die Sonne tief steht und die ersten Geschäfte öffnen, entstehen stimmungsvolle Bilder mit wenigen Menschen. Die Gasse ist schmal genug, um interessante Perspektiven zu schaffen.
Übernachtungsmöglichkeiten und Shopping in der Hasselt Innenstadt
Wer länger bleiben möchte, findet verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Von der Luxusherberge bis zum Backpacker-Hostel ist alles vertreten. Die Preise sind moderat geblieben, auch in der Hochsaison.
Günstige Hotels und Unterkünfte in der Nähe der Altstadt
Hotel Hassotel liegt direkt am Grote Markt und bietet den besten Blick auf das historische Zentrum. Die Zimmer sind modern eingerichtet, ohne dabei steril zu wirken. Preise ab 85 Euro pro Nacht sind für die Lage angemessen. Das Frühstück mit lokalen Spezialitäten rechtfertigt den Aufpreis. Wer morgens aus dem Fenster auf den erwachenden Marktplatz blicken kann, zahlt gerne etwas mehr.
Günstiger übernachtet man im B&B De Gouverneur in der Zuiderstraat. Die vier Zimmer im Stadthaus sind liebevoll eingerichtet, ab 65 Euro pro Nacht inklusive Frühstück. Die Gastgeber kennen alle Geheimtipps der Stadt und geben gerne Empfehlungen. Das persönliche Ambiente macht den Preisunterschied zum Hotel wett.
Das Jugendherberge Sleep Well richtet sich an Backpacker und Budgetreisende. Betten im Mehrbettzimmer ab 28 Euro, Einzelzimmer ab 45 Euro. Die Lage am Stadtrand erfordert eine kurze Busfahrt ins historische Zentrum von Hasselt. Dafür ist die Herberge modern ausgestattet und hat eine lebendige Atmosphäre.
Geschäfte und Öffnungszeiten im Hasselt Zentrum
Shopping-Fans finden in der Hasselt Altstadt eine interessante Mischung aus lokalen Boutiquen und bekannten Marken:
- Mode-Boutiquen: Kapelstraat und Grote Markt, lokale Designer und internationale Marken
- Buchhandlungen: Standaard Boekhandel mit großer Reiseabteilung
- Delikatessen: Mehrere Geschäfte mit regionalen Spezialitäten und Jenever
- Wochenmärkte: Dienstag und Freitag auf dem Grote Markt, samstags Biomarkt
- Öffnungszeiten: Montag 13-18 Uhr, Dienstag bis Samstag 9-18 Uhr, Sonntag geschlossen
Der Jenever-Shop in der Lombaardstraat führt über 200 verschiedene Sorten. Perfekt für Souvenirs oder um zu Hause weiterzuprobieren. Der Inhaber berät kompetent und lässt auch mal probieren. Hier kaufen auch die Einheimischen, ein gutes Zeichen für Qualität und Preise.
Besonders ist der Samstagmarkt auf dem Grote Markt. Neben den üblichen Marktständen gibt es lokale Produzenten, die ihre Spezialitäten verkaufen. Käse aus der Region, hausgemachte Marmeladen, frisches Gemüse aus dem Umland. Der Markt ist klein, aber fein.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Hasselt Altstadt?
Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Im Frühling erwacht das historische Zentrum von Hasselt nach dem Winter, die Terrassen öffnen, die ersten Festivals finden statt. Der Sommer bringt lange Abende auf den Plätzen, Straßenmusik und Open-Air-Veranstaltungen. Herbst bedeutet Jenever-Saison und gemütliche Abende in den Kneipen. Selbst der Winter hat seinen Charme, wenn der Weihnachtsmarkt die Altstadt in warmes Licht taucht.
Meine Empfehlung: September bis November. Das Wetter ist noch mild, die Touristenströme haben sich gelichtet, und die Jenever Feesten sorgen für Stimmung. Die Hasselt Altstadt zeigt sich dann von ihrer authentischsten Seite.
Vermeiden sollte man nur die Karnevalszeit im Februar. Dann ist die Stadt fest in der Hand der Narren, und für normale Stadtbesichtigungen ist es zu trubelig. Wer Karneval mag, wird es lieben. Alle anderen sollten einen anderen Termin wählen.
Häufig gestellte Fragen zur Hasselt Altstadt
Wie lange braucht man, um die Hasselt Altstadt zu besichtigen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen 2-3 Stunden. Mit Museumsbesuchen und Pausen sollte man einen ganzen Tag einplanen. Die kompakte Größe macht es möglich, alles entspannt zu Fuß zu erkunden.
Gibt es Toiletten in der Hasselt Altstadt?
Öffentliche Toiletten befinden sich am Grote Markt, im Groenplein und bei der Kathedrale. Alle sind barrierefrei zugänglich. Die meisten Cafés und Restaurants erlauben auch Nicht-Gästen die Nutzung ihrer Toiletten.
Sind Hunde in der Hasselt Altstadt erlaubt?
Hunde sind in der gesamten Altstadt willkommen, müssen aber an der Leine geführt werden. In den meisten Restaurants und Cafés sind sie erlaubt. Hundekot-Beutel gibt es an Automaten im ganzen Zentrum.
Welche Museen liegen in der Nähe der Hasselt Altstadt?
Das Jenever-Museum, Het Stadsmus und das Modemuseum befinden sich alle im historischen Zentrum. Das Fashion Museum Hasselt ist besonders sehenswert. Ein Kombiticket für alle drei Museen kostet 15 Euro.
Gibt es einen touristischen Informationspunkt in der Hasselt Altstadt?
Die Touristeninformation befindet sich am Grote Markt 45, direkt gegenüber dem Rathaus. Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9-17 Uhr, Sonntag 10-16 Uhr. Hier gibt es kostenlose Stadtpläne, Broschüren und Buchungen für Führungen.
Quellenverzeichnis
Die Hasselt Altstadt verdient mehr Aufmerksamkeit, als sie bisher bekommt. Wer authentisches belgisches Flair ohne Touristenmassen sucht, ist hier richtig. Die Stadt hat es geschafft, ihre historische Substanz zu bewahren, ohne zum Museum zu werden.
Planen Sie mindestens einen vollen Tag für Ihren Besuch ein. Buchen Sie eine geführte Tour über die Touristeninformation oder erkunden Sie das historische Zentrum auf eigene Faust. Die kompakte Größe macht beides möglich. Lassen Sie sich von der entspannten Atmosphäre anstecken und probieren Sie unbedingt den lokalen Jenever.
Hasselt zeigt, wie Stadtentwicklung funktionieren kann: respektvoll zur Geschichte, offen für die Zukunft.

